MPU-Grund · Straftaten
MPU wegen Straftaten. Wenn es um Ihren Charakter geht.
Fahrerflucht, Nötigung, ein illegales Rennen oder eine Gewalttat: Nach einer Straftat zweifelt die Führerscheinstelle oft an Ihrer charakterlichen Eignung.
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Kurz gesagt
Eine MPU wegen Straftaten wird angeordnet, wenn eine Straftat Zweifel weckt, ob Sie sich künftig an Regeln halten und Konflikte ohne Gefahr für andere lösen. Das gilt auch für Taten ohne Fahrzeug.
- Typische Anlässe sind Fahrerflucht, Nötigung, Gewaltdelikte, Fahren ohne Fahrerlaubnis und illegale Kraftfahrzeugrennen.
- Die gerichtliche Strafe und die MPU sind getrennte Verfahren. Eine verbüßte Strafe schließt die MPU nicht aus.
- Begutachtet wird nach den V-Kriterien. Im Mittelpunkt stehen Verantwortung, Impulskontrolle und Ihre Veränderung.
- Rechtsgrundlage MPU
- § 11 Abs. 3 FeV
- Entziehung durch Gericht
- § 69 StGB, Sperrfrist nach § 69a StGB
- Sperrfrist
- 6 Monate bis 5 Jahre
- Prüfung nach
- V-Kriterien, Hypothesen V1–V5
MPU-Quiz · 2 Minuten
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Die häufigsten Delikte
Welche Straftat liegt bei Ihnen vor?
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Was ist Fahrerflucht?
- Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort nach § 142 StGB: weiterfahren, ohne die Feststellung der Personalien zu ermöglichen oder angemessen zu warten.
- Ein Zettel an der Windschutzscheibe genügt nicht.
- Wer sich bei geringem Sachschaden außerhalb des fließenden Verkehrs innerhalb von 24 Stunden meldet, kann auf eine mildere Strafe hoffen.
Folgen und Strafen, § 142 StGB
- Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren
- 2 Punkte, mit Entziehung 3 Punkte
- Fahrverbot von einem bis sechs Monaten
- Bei Verletzten oder bedeutendem Sachschaden in der Regel Entziehung mit Sperrfrist
Ihr Weg zurück
oft in 3 bis 6 Monaten
Realistisch, wenn:
- keine weiteren Delikte oder Verstöße
- das letzte Vergehen liegt länger als 6 Monate zurück
- die Sperrfrist läuft höchstens noch 3 Monate
- positives MPU-Gutachten
Was zählt dazu?
- Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis ist eine Straftat nach § 21 StVG, keine Ordnungswidrigkeit.
- Auch trotz Fahrverbot, nach Entziehung oder mit einem in Deutschland nicht mehr gültigen ausländischen Führerschein.
- Strafbar ist auch, wer als Halter jemanden ohne Fahrerlaubnis fahren lässt.
Folgen und Strafen, § 21 StVG
- Bei Vorsatz Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr
- Bei Fahrlässigkeit bis zu sechs Monate oder Geldstrafe
- Sperrfrist möglich, auch ohne Führerschein (isolierte Sperre)
- Bei Wiederholung zweifelt die Behörde an Ihrer Regeltreue
Ihr Weg zurück
oft in 3 bis 6 Monaten
Realistisch, wenn:
- keine weiteren Delikte
- Sperrfrist im Blick und Vorbereitung begonnen
- positives MPU-Gutachten
Was ist ein illegales Rennen?
- Veranstalten oder Teilnehmen an einem Rennen nach § 315d StGB.
- Auch allein: Rasen mit nicht angepasster Geschwindigkeit, um möglichst schnell zu sein.
Folgen und Strafen, § 315d StGB
- Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe
- Mit Gefährdung anderer bis zu fünf Jahre
- Bei Tod oder schwerer Verletzung ein bis zehn Jahre
- In der Regel Entziehung mit Sperrfrist und 3 Punkte
Ihr Weg zurück
oft in 6 bis 9 Monaten
Realistisch, wenn:
- keine weiteren Delikte
- Risikobereitschaft und Motive aufgearbeitet
- positives MPU-Gutachten
Was ist Urkundenfälschung?
- Eine unechte Urkunde herstellen, verfälschen oder gebrauchen, § 267 StGB.
- Zum Beispiel ein gefälschter Führerschein, ein gefälschtes Gutachten oder gefälschte Abstinenznachweise.
Folgen und Strafen, § 267 StGB
- Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe
- Die Behörde zweifelt an Ihrer Ehrlichkeit gegenüber Ämtern
- MPU zur charakterlichen Eignung
Ihr Weg zurück
oft in 6 bis 9 Monaten
Realistisch, wenn:
- keine weiteren Delikte
- ehrliche Aufarbeitung der Tat
- positives MPU-Gutachten
Wann liegt sie vor?
- Bei einem Unfall wird ein Mensch verletzt, etwa nach einem Rotlicht- oder Tempoverstoß, § 229 StGB.
- Eine MPU folgt nicht automatisch, aber bei Zweifeln an Ihrem Fahrverhalten, etwa zusammen mit vielen Punkten.
Folgen und Strafen, § 229 StGB
- Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe
- Über 90 Tagessätze: Eintrag im Führungszeugnis
- Entziehung mit Sperrfrist möglich
Ihr Weg zurück
oft in 6 bis 9 Monaten
Realistisch, wenn:
- keine weiteren Delikte
- Ablenkung und Risiko ehrlich aufgearbeitet
- positives MPU-Gutachten
Was zählt dazu?
- Dichtes Auffahren, gezieltes Ausbremsen oder Abdrängen, § 240 StGB.
- Auch Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung nach einem Streit im Verkehr.
- Gewalt ohne Verkehrsbezug kann ebenfalls zur MPU führen.
Folgen und Strafen, § 240 StGB
- Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren
- Geprüft werden Impulskontrolle, Frustrationstoleranz und Empathie
- Häufig Begutachtung nach Hypothese V2
Ihr Weg zurück
realistisch planbar
Realistisch, wenn:
- keine weiteren Delikte
- Umgang mit Ärger und Provokation nachweisbar verändert
- positives MPU-Gutachten
Worauf der Gutachter schaut
Nicht die Tat zählt, sondern was dahinter steckt.
Tippen Sie auf einen Faktor. Genau diese Themen arbeiten wir in der Vorbereitung mit Ihnen auf.
Riskantes Fahren als Ventil für Stress und Frust. Der Gutachter fragt, wie Sie heute mit Druck umgehen.
Aus Angst vor Konsequenzen weglaufen, etwa bei Fahrerflucht. Gefragt ist, dass Sie heute zu Fehlern stehen.
Anerkennung über Tempo, Auto oder Dominanz suchen. Wichtig ist, woraus Sie Ihren Selbstwert heute ziehen.
Das Gefühl, Regeln gelten für andere. Der Gutachter erwartet eine echte Haltungsänderung.
Spontane, aggressive Reaktionen im Verkehr. Sie zeigen, welche Strategien Sie heute nutzen.
- Die Tat, ehrlich geschildert
- Rechtliche Konsequenzen
- Anlass der MPU-Anordnung
- Verantwortung übernehmen
- Zuverlässigkeit heute
- Vermeidungsstrategien erkennen
Post vom Gericht?
So lesen Sie Ihren Strafbefehl.
Fünf Stellen entscheiden über Ihren Zeitplan. Tippen Sie auf eine Nummer.
Ab diesem Datum läuft die Sperrfrist. Notieren Sie es, denn danach richten sich Antrag und Zeitplan.
Was Ihnen vorgeworfen wird, bestimmt später die Fragestellung der MPU, etwa Alkohol, Fahrerflucht oder Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Geldstrafe in Tagessätzen. Über 90 Tagessätze erscheint die Strafe im Führungszeugnis.
Das Gericht entzieht die Fahrerlaubnis und legt eine Sperrfrist fest, in der Regel mindestens sechs Monate (§ 69a StGB).
Gegen einen Strafbefehl können Sie innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen. Dafür ist eine Anwältin oder ein Anwalt zuständig.
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Warum Straftaten zur MPU führen
Für den Führerschein reicht es nicht, Auto fahren zu können. Wer erheblich oder wiederholt gegen Strafgesetze verstößt, gilt nach § 2 Abs. 4 StVG als möglicherweise ungeeignet. Die Führerscheinstelle darf dann nach § 11 Abs. 3 FeV ein MPU-Gutachten verlangen.
Das betrifft zwei Gruppen von Taten:
- Straftaten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr, etwa Fahrerflucht, Nötigung am Steuer oder illegale Rennen.
- Straftaten mit Bezug zur Fahreignung, vor allem wenn sie auf ein hohes Aggressionspotenzial hindeuten, etwa Körperverletzung oder Bedrohung. Ein Fahrzeug muss dabei nicht beteiligt sein.
Die Behörde fragt also: Wer im Alltag Konflikte mit Gewalt löst oder Regeln bewusst ignoriert, tut das womöglich auch am Steuer. Ihre Aufgabe im Gutachten ist zu zeigen, dass sich das geändert hat.
Fahrerflucht
Wer nach einem Unfall weiterfährt, ohne die Feststellung seiner Personalien zu ermöglichen oder angemessen zu warten, macht sich nach § 142 StGB strafbar. Ein Zettel an der Windschutzscheibe genügt nicht. Die Strafe reicht von Geldstrafe bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe.
- Wird ein Mensch nicht unerheblich verletzt oder entsteht ein bedeutender Sachschaden, entzieht das Gericht in der Regel die Fahrerlaubnis (§ 69 Abs. 2 StGB). Wo die Grenze für „bedeutend“ liegt, legen Gerichte unterschiedlich fest.
- Ohne Entziehung ist ein Fahrverbot von einem bis sechs Monaten möglich.
- Im Fahreignungsregister gibt es 2 Punkte, mit Entziehung 3 Punkte.
- Wer sich bei einem Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs mit geringem Sachschaden innerhalb von 24 Stunden nachträglich meldet, kann auf eine mildere Strafe hoffen (tätige Reue, § 142 Abs. 4 StGB).
Eine einmalige Fahrerflucht führt nicht automatisch zur MPU. Häufig wird sie angeordnet, wenn weitere Umstände hinzukommen, etwa Alkohol, frühere Delikte oder viele Punkte. Im Gespräch geht es dann um Verantwortung, Angst vor Konsequenzen und den Umgang mit Fehlern.
Fragen zu Ihrer Straftaten-MPU? Wir helfen gern.
Schreiben Sie uns einfach, wie Ihr Fall aussieht. Unser Team antwortet persönlich, unverbindlich und kostenlos.
Nötigung, Gewalt und Aggression
Nötigung im Straßenverkehr (§ 240 StGB), etwa dichtes Auffahren, gezieltes Ausbremsen oder Abdrängen, wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft. Auch Beleidigung, Bedrohung oder Körperverletzung nach einem Streit im Verkehr gehören in diese Gruppe.
Gewaltdelikte ohne Verkehrsbezug können ebenfalls zur MPU führen, wenn sie auf ein hohes Aggressionspotenzial hindeuten. Die Führerscheinstelle erfährt davon über die Strafakte. Das überrascht viele, weil die Tat nichts mit dem Auto zu tun hatte.
Der Gutachter prüft hier vor allem Impulskontrolle, Frustrationstoleranz und Empathie. Er will verstehen, was Sie damals so aufgebracht hat und wie Sie heute mit Ärger und Provokation umgehen. Häufig wird nach der Hypothese V2 begutachtet, bei langer Vorgeschichte auch nach V1.
Fahren ohne Fahrerlaubnis
Fahren ohne Fahrerlaubnis ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat nach § 21 StVG. Das gilt, wenn Sie nie einen Führerschein hatten, wenn er entzogen war, wenn ein Fahrverbot galt oder wenn ein ausländischer Führerschein in Deutschland nicht mehr gültig war. Strafbar macht sich auch, wer als Halter jemanden ohne Fahrerlaubnis fahren lässt.
- Strafe bei Vorsatz: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, bei Fahrlässigkeit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe
- Das Gericht kann eine Sperrfrist verhängen, auch wenn Sie gar keinen Führerschein haben (isolierte Sperre).
Besonders bei wiederholtem Fahren ohne Fahrerlaubnis zweifelt die Behörde an Ihrer Bereitschaft, Regeln einzuhalten. Im Gutachten geht es dann um Selbstüberschätzung, die Haltung „wird schon gut gehen“ und den Umgang mit Grenzen.
Illegale Kraftfahrzeugrennen
Seit 2017 sind illegale Rennen eine Straftat nach § 315d StGB. Strafbar ist, wer ein Rennen veranstaltet oder daran teilnimmt, aber auch, wer allein mit nicht angepasster Geschwindigkeit rast, um eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen.
- Grundtatbestand: Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe
- Mit konkreter Gefährdung anderer: bis zu fünf Jahre
- Bei Tod oder schwerer Gesundheitsschädigung eines Menschen: ein bis zehn Jahre
- In der Regel Entziehung der Fahrerlaubnis mit Sperrfrist und 3 Punkte
Im Gutachten stehen Risikobereitschaft, die Suche nach Anerkennung und das Auto als Statussymbol im Vordergrund.
Weitere Straftaten
Urkundenfälschung
Wer einen gefälschten Führerschein, ein gefälschtes Gutachten oder gefälschte Abstinenznachweise verwendet, begeht eine Urkundenfälschung nach § 267 StGB (Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe). Für die Führerscheinstelle wiegt das schwer, weil es um Ehrlichkeit gegenüber Behörden geht.
Fahrlässige Körperverletzung
Wird bei einem Unfall jemand verletzt, etwa nach einem Rotlicht- oder Tempoverstoß, liegt eine fahrlässige Körperverletzung nach § 229 StGB vor. Eine MPU folgt nicht automatisch, kann aber angeordnet werden, wenn der Unfall auf ein riskantes Fahrverhalten hindeutet, zum Beispiel zusammen mit vielen Punkten. Dann geht es um Aufmerksamkeit, Ablenkung durch das Handy und Selbstüberschätzung.
Waren Alkohol oder Drogen beteiligt, wird die Fragestellung erweitert. Lesen Sie dazu MPU wegen Alkohol und MPU wegen Drogen.
Was der Gutachter von Ihnen erwartet
Begutachtet wird nach den V-Kriterien. Für eine günstige Prognose müssen Sie in der Regel zeigen:
- Verantwortung: Sie schildern die Tat ehrlich und ohne Ausreden.
- Ursachen: Sie verstehen, welche Gefühle, Haltungen und Lebensumstände zur Tat geführt haben.
- Veränderung: Sie können konkret beschreiben, was Sie heute anders machen, im Verkehr und im Alltag.
- Stabilität: Die Veränderung besteht schon eine Weile. Nach unserer Erfahrung erwarten Gutachter je nach Schwere meist 6 bis 12 Monate, bei schweren oder wiederholten Taten auch länger.
Ein Abstinenznachweis ist bei Straftaten in der Regel nicht nötig, es sei denn, Alkohol oder Drogen spielten eine Rolle. Typische Fragen aus dem Gespräch finden Sie unter MPU-Fragen bei Straftaten.
Ablauf in sechs Schritten
Von der Straftat zur MPU
Strafrecht und Fahrerlaubnisrecht sind zwei getrennte Wege: erst das Gericht, dann die Führerscheinstelle. Haben Sie den Führerschein noch, kann die Behörde auch ohne Gerichtsentscheidung eine MPU verlangen.
-
Tat und Ermittlungen
Die Polizei nimmt den Vorfall auf. Bei schweren Delikten kann der Führerschein sofort beschlagnahmt und die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen werden (§ 111a StPO).
Details zu „Tat und Ermittlungen“
Sagen Sie zur Sache zunächst nichts, bevor Sie anwaltlich beraten sind. Alles, was in die Akte kommt, liest später auch die Führerscheinstelle und der MPU-Gutachter.
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Strafbefehl oder Urteil
Das Gericht verhängt die Strafe und kann die Fahrerlaubnis entziehen (§ 69 StGB) und eine Sperrfrist festsetzen (§ 69a StGB).
Details zu „Strafbefehl oder Urteil“
Die Sperrfrist beträgt 6 Monate bis 5 Jahre, in Ausnahmefällen für immer. Gegen einen Strafbefehl können Sie innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen. Mehr zur Sperrfrist
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Vorbereitung in der Sperrfrist
Die Sperrfrist ist die beste Zeit, um die Tat aufzuarbeiten. Gutachter achten darauf, wie lange Ihre Veränderung schon stabil ist.
Details zu „Vorbereitung in der Sperrfrist“
Wer erst nach Ende der Sperrfrist beginnt, verliert oft Monate. Mit früher Vorbereitung können Sie den Antrag stellen, sobald es möglich ist.
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Antrag auf Neuerteilung
Der Führerschein kommt nicht automatisch zurück. Sie stellen bei der Führerscheinstelle einen Antrag, frühestens sechs Monate vor Ende der Sperrfrist.
Details zu „Antrag auf Neuerteilung“
Unterlagen und Ablauf erklären wir unter Antrag auf Neuerteilung. Beantragen Sie gleichzeitig Akteneinsicht.
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MPU-Anordnung
Hat die Behörde Zweifel an Ihrer Eignung, verlangt sie ein Gutachten (§ 11 Abs. 3 FeV). Sie wählen eine anerkannte Begutachtungsstelle und unterschreiben die Einverständniserklärung.
Details zu „MPU-Anordnung“
In der Anordnung steht die genaue Fragestellung. Sie bestimmt, worüber im Gespräch gesprochen wird. Zur Einverständniserklärung
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Gutachten und Neuerteilung
Mit einem positiven Gutachten erteilt die Behörde die Fahrerlaubnis neu. War die Tat in der Probezeit, läuft danach die restliche Probezeit weiter.
Details zu „Gutachten und Neuerteilung“
Ist das Gutachten negativ, lassen Sie es zuerst an sich selbst schicken. Die Begründung zeigt, woran es lag, und wir werten sie mit Ihnen aus.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Welche Straftaten führen zu einer MPU?
Vor allem Fahrerflucht (§ 142 StGB), Nötigung (§ 240 StGB), illegale Rennen (§ 315d StGB), Fahren ohne Fahrerlaubnis (§ 21 StVG) und Gewaltdelikte mit hohem Aggressionspotenzial. Entscheidend ist, ob die Tat Zweifel an Ihrer Eignung weckt.
Kann ich auch ohne Verkehrsbezug zur MPU müssen?
Ja. Straftaten, die auf ein hohes Aggressionspotenzial hindeuten, etwa Körperverletzung, können eine MPU auslösen, obwohl kein Fahrzeug beteiligt war.
Ich habe meine Strafe schon bekommen. Warum noch eine MPU?
Weil Strafe und Fahreignung getrennt geprüft werden. Das Gericht bestraft die Tat, die Führerscheinstelle klärt, ob von Ihnen künftig eine Gefahr im Verkehr ausgeht.
Kann die Führerscheinstelle mir Aggressionspotenzial unterstellen?
Sie kann es aus der Strafakte ableiten, wenn die Tat Hinweise darauf gibt. Im Gutachten haben Sie die Gelegenheit zu zeigen, dass Sie heute anders mit Konflikten umgehen.
Was kostet die MPU wegen Straftaten?
Die Begutachtungsstelle berechnet für die Fragestellung Straftaten derzeit rund 663 € (ohne Gewähr). Kommen Alkohol oder Drogen hinzu, steigt die Gebühr. Alle Kosten
Wie lange dauert die Vorbereitung?
Das hängt von Tat, Vorgeschichte und Ihrer bisherigen Aufarbeitung ab. Wochen reichen selten. Im kostenlosen Erstgespräch geben wir Ihnen eine realistische Einschätzung.
Brauche ich einen Abstinenznachweis?
In der Regel nicht. Nur wenn bei der Tat Alkohol oder Drogen im Spiel waren, kann die Behörde zusätzlich einen Nachweis verlangen.
Was passiert, wenn ich die MPU nicht bestehe?
Dann bleibt der Führerschein entzogen oder wird nicht neu erteilt. Sie können die MPU wiederholen, sollten vorher aber das Gutachten auswerten und gezielt an den Schwachstellen arbeiten.
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Straftat und Führerschein: Wir sehen uns Ihren Fall an.
Schicken Sie uns Strafbefehl, Urteil oder das Schreiben der Führerscheinstelle. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, worauf der Gutachter achten wird und wie lange die Vorbereitung realistisch dauert.
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