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Nachweise · Alkohol und Drogen

Abstinenznachweis für die MPU. Lückenlos, verwertbar, rechtzeitig.

Wenn der Gutachter Verzicht erwartet, zählt nur, was ein Labor nach festen Regeln belegt hat.

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Abstinenz

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Wir sehen uns das Gutachten mit Ihnen an, finden heraus, woran es lag, und bereiten den nächsten Versuch richtig vor.

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Kurz gesagt

Ein Abstinenznachweis belegt per Urin- oder Haaranalyse, dass Sie über einen festgelegten Zeitraum keinen Alkohol oder keine Drogen konsumiert haben. Je nach Hypothese sind meist 6, 12 oder 15 Monate nötig.

  • Nur Nachweise eines forensisch akkreditierten Labors nach den CTU-Kriterien werden anerkannt.
  • Der Nachweis muss lückenlos sein und vor dem MPU-Termin vollständig vorliegen.
  • Ein versäumter Termin oder eine verdünnte Probe kann das ganze Programm gefährden.
Übliche Dauer
6, 12 oder 15 Monate, je nach Hypothese
Urin, Mindesttermine
4 (6 Monate), 6 (12 Monate), zählt erst ab Programmbeginn
Haar, maximale Länge
3 cm bei Alkohol, 6 cm bei Drogen
Kreatinin
unter 20 mg/dl gilt als verdünnt

MPU-Quiz · 2 Minuten

Wie gut sind Sie vorbereitet?

Typische Fragen zu Ablauf, Abstinenz, Kriterien und Begutachtung. Mit Erklärung nach jeder Antwort.

Abstinenzrechner · kostenlos

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Ein paar Fragen nach den Beurteilungskriterien. Sie sehen Ihren Richtwert in Monaten und wann Ihr Nachweis vollständig ist.

Light-Version nach den Beurteilungskriterien. Ihre genaue Einordnung prüfen wir im kostenlosen Erstgespräch.

Orientiert an den Beurteilungskriterien (Hypothesen A1–A3, D1–D3), nach denen alle Begutachtungsstellen arbeiten. Die Einordnung trifft am Ende der Gutachter. Ihre Angaben verlassen Ihren Browser nur, wenn Sie sie uns schicken.

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Sperrfrist laut Urteil
Benötigte Abstinenz

    Rechenbeispiel. Die Sperrfrist steht im Urteil oder Strafbefehl. Welche Abstinenzdauer für Sie gilt, hängt von der Einordnung nach den Beurteilungskriterien ab.

    Wie lange?

    Die übliche Dauer nach Fallgruppe

    Die konkrete Hypothese legt der Gutachter erst bei der Untersuchung fest. Planen Sie deshalb lieber mit dem realistischen als mit dem günstigsten Fall.

    SituationÜbliche DauerEinordnung
    Einmalige Alkoholfahrt ohne Hinweise auf eine fortgeschrittene Alkoholproblematikkein Verzicht vorgeschrieben, reduzierter Konsum stabil seit mind. 6 MonatenA3, kontrolliertes Trinken
    Auffälligkeit mit Cannabis, Amphetamin oder Ecstasy, ohne Hinweise auf eine fortgeschrittene Problematikmind. 6 Monate, nach jahrelangem Konsum in der Regel 12D3 (D 3.6 N); bei Cannabis auch reduzierter Konsum möglich
    Wiederholte Alkoholfahrten oder sehr hoher Promillewertin der Regel 12 MonateA2
    Alkoholabhängigkeit nach Entwöhnungsbehandlungmindestens 12 MonateA1
    Fortgeschrittene Drogenproblematik, z. B. wiederholt Kokain, Mischkonsum, hochfrequenter Cannabiskonsum, Ursachen fachlich aufgearbeitetin der Regel 12 Monate nach Abschluss der AufarbeitungD2 (D 2.5 N Ind. 4)
    Fortgeschrittene Drogenproblematik ohne therapeutische Unterstützung, oder Abstinenz schon vor Beginn der Aufarbeitungmind. 15 Monate seit dem letzten KonsumD2 (D 2.5 N Ind. 7 und 9)
    Drogenabhängigkeit nach Therapiemindestens 15 Monate planenD1

    Woran liegt das? Bei D2 erwarten die Beurteilungskriterien (5. Auflage), dass die Ursachen fachlich aufgearbeitet wurden. Fehlt die Aufarbeitung oder kam sie erst nach dem Abstinenzbeginn, muss eine längere belegte Zeit zeigen, dass der Verzicht stabil ist. Ein früherer Rückfall allein löst die 15 Monate nicht automatisch aus, ein positiver Befund unterbricht aber den Nachweis.

    Richtwerte. In einzelnen Fällen genügen kürzere Zeiträume, in anderen sind längere nötig. Lassen Sie Ihren Fall einschätzen, bevor Sie ein Programm abschließen.

    Wann Sie einen Abstinenznachweis brauchen

    Ob Sie Verzicht belegen müssen, ergibt sich aus der Hypothese, der Ihr Fall zugeordnet wird. Bei Alkohol sind das vor allem die Hypothesen A1 und A2, bei Drogen D1 bis D3. A-Kriterien · D-Kriterien

    Typische Anlässe sind wiederholte Fahrten unter Alkohol oder Drogen, hohe Promillewerte, Konsum von Kokain, Amphetamin oder anderen sogenannten harten Drogen, Mischkonsum und Hinweise auf eine Abhängigkeit.

    Ohne ausreichenden Nachweis ist ein positives Gutachten in diesen Fällen praktisch nicht zu erreichen, egal wie gut das Gespräch läuft. Gleichzeitig reicht der Nachweis allein nicht: Der Gutachter will verstehen, warum Sie verzichten und warum das stabil bleibt.

    Urin oder Haar: der Vergleich

    Beide Verfahren sind anerkannt. Welches passt, hängt von Substanz, Haarlänge und Ihrem Alltag ab.

    UrinkontrollenHaaranalyse
    PrinzipMehrere unangekündigte Proben über den gesamten ZeitraumRückblick: Haar wächst etwa 1 cm pro Monat und speichert den Konsum
    Zeitraum je Probewenige Tage, deshalb viele TermineDrogen: bis 6 cm, also etwa 6 Monate. Alkohol: bis 3 cm, also etwa 3 Monate
    Terminemindestens 4 bei 6 Monaten, 6 bei 12 Monaten; belegt ist erst die Zeit ab Programmbeginnz. B. 2 Proben à 6 cm für 12 Monate Drogenfreiheit, 3 Proben für 15 Monate; bei Alkohol deckt eine 3-cm-Probe etwa 3 Monate ab
    Alkohol-MarkerEthylglucuronid (EtG) im UrinEtG im Haar
    Einschränkungenkurzfristige Einbestellung, Termin muss immer wahrgenommen werdengefärbtes oder chemisch behandeltes Haar kann die Analyse erschweren oder unmöglich machen
    Geeignet fürkurze oder keine Kopfhaare, häufige Haarbehandlungwer planbare Termine will und genug Haarlänge hat

    Bei Drogen umfasst die Analyse in der Regel Amphetamine (inklusive Ecstasy), Cannabinoide, Benzodiazepine, Kokain, Opiate und Methadon. Bei der Hypothese D2 ist diese polytoxikologische Untersuchung immer Pflicht, auch wenn Sie nur Cannabis konsumiert haben. Bei D3 mit reinem Cannabis-Verzicht genügen nach den Kriterien drei Urinkontrollen in vier Monaten oder ein 3 cm langes Haarsegment auf THC (D 3.6 N Ind. 4). Bei Alkohol kann zusätzlich der Blutwert PEth eingesetzt werden, der Alkoholkonsum der letzten Wochen anzeigt.

    Fragen zu Ihrem Abstinenznachweis? Wir helfen gern.

    Schreiben Sie uns einfach, wie Ihr Fall aussieht. Unser Team antwortet persönlich, unverbindlich und kostenlos.

    Was die CTU-Kriterien verlangen

    Anerkannt werden nur Nachweise, die den Chemisch-Toxikologischen Untersuchungskriterien (CTU) entsprechen. Das sind die fachlichen Regeln, nach denen Gutachter einen Befund als forensisch verwertbar akzeptieren.

    • Akkreditiertes Labor: Das Labor arbeitet nach ISO/IEC 17025 und ist für forensische Analysen anerkannt. In Köln führen zum Beispiel das Labor Dr. Wisplinghoff und das Labor Quade solche Programme durch.
    • Vertrag vor Beginn: Das Programm wird vorab vereinbart, mit festgelegter Dauer und Zahl der Kontrollen.
    • Identität und Aufsicht: Sie weisen sich aus, die Urinprobe wird unter Sicht abgegeben.
    • Kurzfristige Einbestellung: Die Termine bei Urinkontrollen sind nicht vorhersehbar. Sie müssen in der Regel innerhalb kurzer Frist erscheinen.
    • Lückenlose Dokumentation: Alle Befunde liegen vollständig vor, wenn Sie zur MPU gehen.
    • Zeitliche Nähe: Bei Drogen darf der belegte Zeitraum nach den Beurteilungskriterien nicht länger als vier Monate vor der Begutachtung enden. Führen Sie das Programm deshalb bis kurz vor die MPU weiter.

    Nachweise vom Hausarzt oder aus nicht akkreditierten Laboren reichen für die MPU in der Regel nicht.

    Was ein Programm abbricht

    Ein Abstinenzprogramm ist nur so stark wie sein schwächster Termin. Diese Punkte führen am häufigsten zu Problemen:

    • Versäumter Termin: Wer ohne triftigen, belegten Grund nicht erscheint, riskiert, dass der gesamte Nachweis nicht verwertbar ist.
    • Verdünnte Probe: Liegt der Kreatininwert unter 20 mg/dl, gilt die Probe als ungültig. Es folgt eine kostenpflichtige Wiederholung, nach den Programmbedingungen meist höchstens zweimal je Programm.
    • Manipulationsverdacht: Sehr niedrige Werte, laut gängigen Programmbedingungen unter 5,7 mg/dl, werden als Manipulation gewertet. Das Programm kann beendet werden.
    • Zu viel getrunken vor der Probe: Trinken Sie in den 1,5–2,5 Stunden vor der Abgabe nicht mehr als etwa 0,2 Liter. Wer aus medizinischen Gründen viel trinken muss, braucht eine ärztliche Bescheinigung.
    • Positiver Befund: Ein positiver Wert beendet den Nachweis. Die Frist beginnt in der Regel neu.

    Was Sie während des Programms meiden sollten

    Hanf- und Mohnprodukte, CBD-Produkte, codeinhaltige Medikamente, Passivrauch von Cannabis, verunreinigte Oberflächen und engen Kontakt zu Konsumenten. Bei Alkohol: auch „alkoholfreies“ Bier mit Restalkohol, alkoholhaltige Speisen, Pralinen und manche Mundwasser. Nehmen Sie Medikamente ein, legen Sie die ärztliche Verordnung vor.

    Kosten und Zeitplan

    Die Kosten hängen vom Labor, der Methode und der Dauer ab. Für eine Haarprobe wurden bisher etwa 89 € genannt, für 12 Monate Drogenfreiheit mit zwei Proben also rund 180 € (Stand bitte beim Labor prüfen). Urinprogramme kosten wegen der vielen Termine in der Regel mehr.

    Wichtiger als der Preis ist der Zeitplan: Die Abstinenz bestimmt, wann Ihr MPU-Termin frühestens sinnvoll ist. Rechnen Sie von hinten: Gewünschter MPU-Termin minus Nachweisdauer minus einige Wochen für die Auswertung. Beginnen Sie deshalb möglichst schon während der Sperrfrist. Alle MPU-Kosten

    Vorsicht vor Fälschungen

    Gefälschte Abstinenzbescheinigungen werden angeboten, und sie fliegen regelmäßig auf. Begutachtungsstellen können Befunde beim Labor überprüfen. Die Folgen: ein negatives Gutachten und ein mögliches Strafverfahren wegen Urkundenfälschung.

    Hinzu kommt, dass ein echter Verzicht im Gespräch hörbar ist. Wer nur auf dem Papier abstinent war, kann die Fragen nach Erfahrungen, Schwierigkeiten und Strategien kaum überzeugend beantworten.

    HinweisDiese Seite erklärt die allgemeinen Anforderungen und ersetzt keine Rechts- oder medizinische Beratung. Grenzwerte und Programmbedingungen können sich je nach Labor unterscheiden. Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Vertrags.

    Häufige Fragen

    Fragen und Antworten

    Wie lange muss ich für die MPU abstinent sein?

    Das hängt von der Hypothese ab. Bei Drogen nach D3 mindestens 6 Monate, nach jahrelangem Konsum in der Regel 12. Bei D2 in der Regel ein Jahr nach Abschluss einer fachlichen Aufarbeitung, ohne Aufarbeitung mindestens 15 Monate. Bei Alkohol nach A2 in der Regel 12 Monate; bei A3 ist kein Verzicht vorgeschrieben.

    Ist Urin oder Haar besser?

    Beide sind gleichwertig anerkannt. Haar ist planbarer, setzt aber genug unbehandeltes Haar voraus. Urin funktioniert immer, verlangt aber ständige Erreichbarkeit. Zum Vergleich

    Kann ich mir das Labor selbst aussuchen?

    Ja, solange es forensisch akkreditiert ist und nach den CTU-Kriterien arbeitet. In Köln sind das zum Beispiel das Labor Dr. Wisplinghoff und das Labor Quade.

    Was passiert, wenn meine Probe verdünnt ist?

    Bei einem Kreatininwert unter 20 mg/dl ist die Probe ungültig und muss kostenpflichtig wiederholt werden, meist höchstens zweimal pro Programm. Sehr niedrige Werte gelten als Manipulation.

    Darf ich gefärbte Haare für die Haaranalyse verwenden?

    Färben, Blondieren oder Dauerwellen können die Analyse erschweren oder unmöglich machen. Sprechen Sie vorab mit dem Labor oder wählen Sie Urinkontrollen.

    Zählt Abstinenz, die ich vor dem Programm begonnen habe?

    Nur soweit sie nachweisbar ist. Eine Haarprobe bildet rückwirkend etwa 1 cm pro Monat ab, bei Drogen bis zu 6 cm (rund sechs Monate), bei Alkohol bis zu 3 cm (rund drei Monate). Urinkontrollen wirken nicht rückwirkend. Für Zeiträume ohne Nachweis gibt es keinen Beleg.

    Brauche ich bei Alkohol immer einen Abstinenznachweis?

    Nein. Bei Hypothese A3 kann kontrolliertes Trinken genügen, bei A4 geht es um die Trennung von Trinken und Fahren. Mehr zum kontrollierten Trinken

    Planen Sie den Nachweis, bevor Sie starten.

    Ein falsch gewähltes Programm kostet Monate. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welche Dauer und welche Methode für Ihren Fall realistisch sind.

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